
Heizzentrale mit den zwei Kesseln 550 KW und 1.4 MW

Wärmeleitung zum Gebäude (Vor- und Rücklauf in einer Leitung)
Zehn Jahre nach der Inbetriebnahme der ersten Holzschnitzel-Heizung wurde ein kleines Quartier angehängt. Bereits damals kamen erste Anfragen von Hauseigentümern auf der gegenüberliegenden Strassenseite. Walter Bütikofer sah jedoch potentielle Erweitungen eher auf der gleichen Strassenseite, scheute den Aufwand, Rohre quer über die Kantonsstrasse zu verlegen. Ein langwieriges Umzonungsverfahren, das über zehn Jahre dauerte, liess ihn schliesslich seine Meinung ändern. Der Ukraine-Krieg und die damit explodierenden Gaspreise gaben der Erweiterung nachhaltige Schubkraft. Was als etappenweiser Ausbau für drei Quartiere geplant war, erfolgte nun gleichzeitig auf ein Mal. Trotz des ökologischen Wertes der Investition und 20-jährigen Lieferverträgen gab es zur grossen Überraschung der Bauherrschaft keine Finanzierung durch die Bank und so wurde alles in Eigenfinanzierung und mit privaten Investoren realisiert.
Vier Berufsbilder geeint im Rohrbau
Walter Bütikofer ist gelernter Bauer, der älteste Sohn Polymechaniker mit Weiterbildung zum Sozialpädagogen, Dino der Mittlere absolviert eine Lehrerausbildung und Tiziano der Jüngste war zur Bauzeit noch Gymnasialschüler. Zusammen gingen sie den Rohrbau mit einem Bauunternehmer und zwei Bauern aus der Nachbarschaft selber an. Diese Tatsache, sowie die eingesetzte Technologie, verlieh ihnen eine ungeheure Effizienz. In einer Bauzeit von nur drei Jahren, während der gleichzeitig die Heizzentrale erneuert wurde, wurde das Fernwärme-Netz realisiert. Sie seien Meister der rollenden Planung und des Learning by doing, meint Sohn Kevin Bütikofer.

Holzbeschaffung (hacken) im Wald
«Wer hier arbeitet, wird hier verpflegt»
so Silvia Bütikofer. Dass damit nicht nur die Familienangehörigen gemeint sind, wird erst klar, als Kevin Bütikofer ergänzt,
«So wie es früher immer gewesen sein soll.»
Walter Bütikofer ist davon überzeugt, dass alle an den Projekten Beteiligten Bestleistungen erbringen können, wenn sie sich von den Visionen angesprochen fühlen und sie ein Teil davon sind. Silvia Bütikofer ist als gelernte kaufmännische Angestellte nicht nur für die Verpflegung der Mannschaft verantwortlich, sondern auch für die Administration und insbesondere die Immobilienverwaltung. Diese Aufgabe wird sie künftig noch mehr beanspruchen, denn die Bütikofers haben weitere Pläne.

Walter, Silvia und Kevin vor der Wärmeverteilung
Nachdem in Gesprächen klar wurde, dass keines der Kinder den Hof als Bauernbetrieb weiter bewirtschaften wollte, entwickelte die Familie eine Vision für die nächste Generation. Nachdem die Umzonung der Parzelle hinter dem Bauernhof nach einem zehnjährigem Verfahren in eine W3, bzw. W6-Zone realisiert werden konnte, erarbeitet die Familie zur Zeit zusammen mit Fachleuten im Workshop-Verfahren ein Bauprojekt mit Leuchtturm-Charakter. Dabei wird nicht nur energieneutrales Wohnen angestrebt, sondern auch ein altersdurchmischtes Wohnen, Bereitstellung von Dienstleistungen und soziokulturelle Angebote. Mit dem gewählten Workshop-Verfahren kann die Bauherrschaft direkt im Planungsprozess dabei sein und ihre visionären Ideen einbringen. Und davon haben die Bütikofers gleich im Multipack und in der Familiengrosspackung! So wird auch geprüft, ob zusätzlich zur Stromproduktion durch Photovoltaik insbesondere im Winter oder bei Nebellagen auch alternative Verfahren realisierbar sind. Der Traum von Walter Bütikofer ist es, dass in fünfzig Jahren Menschen durch das Quartier spazieren und realisieren, wie sehr sie beim Bau schon die Zukunft antizipiert haben.
Zürichstrasse 9
3422 Kirchberg
Tel +41 34 445 21 02
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www.energyfarm.ch
Seit vielen Jahren setzen Architekten, Brandschutzplaner und Verarbeiter ihr Vertrauen in ökologische THERMAX®-Brandschutzprodukte aus Vermiculit. THERMAX® SL-Brandschutzplatten sind als nichtbrennbar in die Brandverhaltensklasse A1 ( gem. EN 13501-1 ) eingestuft. Mit THERMAX® SL-Platten können vierseitige Lüftungsleitungen und Entrauchungsleitungen einlagig gebaut werden. Sie erreichen so mit der THERMAX® SL 45 mm dicken Platte die Feuerwiderstandsklasse EI 90. Diese Platten werden auch eingesetzt, um Bekleidungssysteme für Stahlblechlüftungsleitungen der Feuerwiderstandsklasse EI 90 zu errichten.
Abfall ein Fremdwort
Beat Urechs Begeisterung ist ansteckend. Seit nunmehr 17 Jahren stellt er in seiner Manufaktur in Arosa Seifen her. Seifenmachen bedeutet für ihn Glück, und dass er überhaupt damit anfing, ist gleichsam einer glücklichen Fügung geschuldet : Ein Dokumentarfilm über einen Seifenmacher in Wien bewog den damaligen Flight Attendant dazu, kurzerhand in die Donaustadt zu reisen. Dort traf er in einem verstaubten, etwas düsteren Lokal auf den Seifenmacher mit Wiener Schmäh – und bergeweise kaltgerührte Seife.
Das samtige Wohlgefühl auf der Haut, dachte er, würde wohl auch anderen zusagen. In seinem Studio an der Flugpiste in Kloten begann er zu experimentieren – und bereits ein Jahr später eröffnete der Seifenmacher, seine Manufaktur. Sein Gefühl hatte ihn nicht getrügt : Die Leute lieben seine Seifen, die Produktionsmenge verdoppelte sich innerhalb weniger Jahre mehrmals. Denn weil kaltgerührten Seifen das Feuchthaltemittel Glycerin, das beim Verseifungsprozess entsteht, nicht wie bei industriell hergestellten Seifen entzogen wird, machen sie die Haut seidig weich und geschmeidig.
Hochwertige Zutaten, minimalistische Verpackung
Seine Manufaktur hat Beat Urech in einem Teil der ehemaligen Schreinerei seines Vaters eingerichtet. Die Seifenablagen aus Arvenholz fertigt sein Vater und auch sämtliche Gerätschaften für das Seifenhandwerk hat jener entwickelt und hergestellt. Verpackt werden die Seifen in stilvollen Kartonschachteln im minimalistischen Design.
Tradition mit Perspektive