Turm C1 im Ökoquartier Les Vergers

In der Genfer Vorortgemeinde Meyrin entsteht an der Grenze zu Frankreich das neue Ökoquartier «Les Vergers» (Obstgarten) für 3‘000 Bewohner. Hierzu werden 30 Wohnanlagen mit 1‘350 Wohnungen errichtet, ausserdem Schulen, Krippen sowie Parkplätze für PKW und Velos. Alle Gebäude werden nach Minergie-Standard gebaut.

Turm C1 ist ein 17-stöckiges Wohnhochhaus mit Ärztezentrum und 82 Wohnungen auf 9‘960 m² Fläche ab Etage 3 aufwärts. Für die Fassaden, Balkonbrüstungen, Treppen und das Dach kommen über 450 Betonfertigteile zum Einsatz. Die Decken, Wände und Schächte werden mit 8‘000 Kubikmeter Ortbeton betoniert. Für die Decken kommen hier 800 m² MevaDecSchalung zum Einsatz, für die Schächte 350 m² Grossflächenschalung Mammut 350.

Asymmetrischer Grundriss
Das Gebäude hat an beiden Längsseiten in der Mitte einen stumpfen Winkel. Die beiden Stirnseiten haben ebenfalls einen stumpfen Winkel und zusätzlich einen Wandversatz. Die insgesamt 12 Ecken geben dem Gebäude ein dynamisches Aussehen, erfordern jedoch für die Deckenbetonage eine Schalung, die auch bei asymmetrischen Grundrissen zügiges Arbeiten ohne viele aufwändige Ausgleiche erlaubt. Das ist bei der MevaDec der Fall.

Meva Schalungs-Systeme

MevaDec, Vorteil 1: Rasterfreiheit minimiert Ausgleiche
Zum asymmetrischen Grundriss kommen im Gebäudeinneren Treppen und Liftschächte unterschiedlicher Grösse, d.h. die Deckenschalung wird oft unterbrochen. Hier ist die Rasterfreiheit der MevaDec ein grosser Vorteil. Die Hauptträgerrichtung kann beliebig gewechselt, die Elemente können längs oder quer in die Träger eingelegt und beliebig verschoben werden – auch über den Träger oder Fallkopf hinaus. Diese Flexibilität ermöglicht es, auch bei vielen Unterbrechungen und Winkeln die Deckenfläche weitestgehend mit Standardschalung zu belegen und Passflächen zu minimieren. Das spart beträchtlich Arbeit und Zeit.

MevaDec, Vorteil 2: Kranloses Arbeiten
Die Baustützen werden von Hand gestellt, die leichten AluTräger und Elemente vom Boden aus eingelegt, bei höheren Decken von einer Hebebühne o.ä. Das spart teure Kranzeit und Arbeitsunterbrechungen durch Warten auf den Kran.

MevaDec, Vorteil 3: Frühausschalen
Die MevaDec erlaubt verschiedene Arbeitsmethoden. Auf dieser Baustelle werden Elemente, Träger und Baustützen mit Fallköpfen verwendet; diese Methode erlaubt das Frühausschalen. Hat die betonierte Decke ihre Mindestfestigkeit erreicht, wird der Fallkopf per Hammerschlag betätigt. Er senkt sich und die Träger sowie Elemente um 19 cm. Die Träger und Elemente werden nun per Hand herausgezogen und beim nächsten Takt verwendet. Einige Stützen bleiben zur Nachunterstützung stehen. Das Frühausschalen spart Zeit und bis zu 40% Material. Rasterfreiheit, Kranunabhängigkeit und Frühausschalen: Da auf dieser Grossbaustelle teils gleichzeitig, teils zeitversetzt an verschiedenen Deckenflächen gearbeitet wird, bieten diese Vorteile in ihrer Kombination eine hohe Arbeitsflexibilität, Arbeitseinsparungen und Zeitgewinn.

Die Mammut 350 für die Schächte
Bei den Schächten in unterschiedlichen Grössen kann die Wandschalung Mammut 350 ihre Vorteile arbeits und zeitsparend zur Geltung bringen. Bei den teils vieleckigen Schächten minimieren die grosse Auswahl der Elemente und ihre freie Kombinierbarkeit bauseitige Ausgleiche. Die hohe Frischbetondruckaufnahme von 100 kN/m² erlaubt beliebig schnelles Betonieren bis 4 m Höhe, somit können die Schächte einer Etage in einem Zug betoniert werden. Die Ausschalecken an der Innenschalung der Schächte erleichtern zum einen das Ausschalen. Zum anderen können sie auch aufgestockt werden. Die gesamte Schachtschalung kann, auch aufgestockt, in einem Hub per Kran versetzt werden – ohne zeitraubenden Abbau und Wiederaufbau.


Meva Schalungs-Systeme AG
Birren 24
5703 Seon
Tel 062 769 71 00
Fax 062 769 71 10
info@meva.ch
www.meva.ch

Grossprojekt Nordumfahrung Zürich

Mit der MEVA Industrieschalung Mammut 350 bis zu 6 Takte pro Woche betoniert.

Bei Zürich kreuzen sich die Autobahnen aus allen Richtungen. Zum dichten Transit- und Fernverkehr kommt in der dicht besiedelten Region jeden Morgen und Abend der Pendlerverkehr. Und dann geht – bzw. fährt – oft gar nichts mehr auf der Nordumfahrung von Zürich, die mit über 100’000 Fahrzeugen pro Tag zu den am stärksten befahrenen Strassenabschnitten der Schweiz zählt. Das Nadelöhr wird vom Bundesamt für Strassen ASTRA mit einer Reihe von Baumassnahmen bis 2025 beseitigt: Der Gubrist erhält eine dritte Tunnelröhre, die den Verkehr auf der Autobahn A1 von St. Gallen in Richtung Bern und Basel aufnehmen wird, und die beiden bestehenden Tunnelröhren werden saniert. Zudem wird der komplette Autobahnabschnitt zwischen Limmattaler Kreuz und der Verzweigung Zürich Nord in beiden Fahrtrichtungen auf drei Spuren ausgebaut und beim Naturschutzgebiet Katzensee die Autobahn auf 580 m überdeckt.

Aussenwände für den Tagbautunnel Katzensee

Für die Aussenwände kommen Grossflächeneinheiten der MEVA Industrieschalung Mammut 350 zum Einsatz. Bereits betoniert wurde die 6 m hohe und 80 cm dicke Aussenwand in Fahrtrichtung St. Gallen. Zum Einsatz kamen 12,50 m lange und 6 m hohe Einheiten aus Grossflächenelementen. Die jeweils 9,5 Tonnen schweren Grossflächeneinheiten konnten komplett per Raupenkran umgesetzt werden.

Zügige Taktung

Gearbeitet wurde mit 5 Vorstell- und 3 Schliessschalungen bei zügiger Taktung:

  • ½ Tag für Ausschalen, Umsetzen und Vorstellen
  • 1 Tag für Bewehrung und Einbauten
  • ½ Tag für die Schliessschalung
  • ½ Tag zum Betonieren

2,5 Stunden Betonierzeit pro Takt

Die Mammut 350 mit ihrer hohen Frischbetondruckaufnahme von 100 kN/m² erlaubt beliebig schnelles Betonieren bis 4 m Höhe, ein wesentlicher Vorteil bei hohen Wänden, der hier auch voll genutzt wurde. Mit an der Schalung angebrachten Ankerkraftmessdosen wurde sichergestellt, dass die Kapazität der Schalung ausgenutzt, aber nicht überschritten wurde.

«Wir haben bis zu 6 Takte pro Woche betoniert, sind sogar dem Plan voraus. Auch die Qualität ist prima», Chefpolier Giuseppe Petrolo von Marti ist sichtlich stolz auf das Tempo und die Betonoberflächen, die er mit der Mammut 350 erzielt hat.

Nach der Umverlegung des Verkehrs werden dieses Jahr die Mittel und die Aussenwand in Fahrtrichtung Bern sowie die Decke betoniert. Hier wird dann mit der doppelten Schalungsmenge gearbeitet.

Projekt
580 m lange Aussenmauern für den Tagbautunnel Katzensee an der Nordumfahrung Zürich

Bauherr
Bundesamt für Strassen ASTRA, Infrastrukturfiliale Winterthur

Bauunternehmen
Arge Nordring Los 4 mit den Bauunternehmen Marti AG Zürich, Eberhard Tiefbau, STUTZ AG, Specogna und Hagedorn


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