und bei Geschäfts- und Wohnüberbauungen abgeteuft.
Unser Planet verfügt über unvorstellbare Mengen an Energie. Unter seiner festen Kruste, die etwa 50 Kilometer dick ist, brodelt es gewaltig. Im Vergleich zum Radius von über 12 000 Kilometern entspricht dies etwa der Dicke einer Kartoffelschale. Aus der obersten Schicht dieser Kruste wird schon lange Energie gewonnen: Zuerst Kohle, dann Erdöl, Gas, Uran. Das wirkliche Potenzial aber liegt tiefer. Die moderne Geothermie kann dieses unerschöpfliche Potential nutzen und so fossile und damit umweltbelastende Energieträger ablösen. In Zeiten des Klimawandels und der Energiewende haben neue Energiequellen massiv an Bedeutung gewonnen. In der Schweiz steht die Energiewirtschaft vor einem gewaltigen Umbruch:

Auch für das Einfamilienhaus
Auch der Privathaushalt kann Erdwärme nutzen! Das oberflächennahe Erdreich ist eine interessante und nachhaltige Wärmequelle. Schon nach wenigen Metern Bodentiefe sinken die Temperaturen selbst im Winter oft nicht unter fünf Grad Celsius. Diese Wärme kann mit Hilfe von Wärmepumpen im Winter zum Heizen von Wohnräumen, im Sommer dagegen zur Kühlung genutzt werden. In einer Tiefe von 80 bis 100 Metern – je nach Standort – können die Temperaturen zehn bis 12 Grad Celsius erreichen – egal, ob Sommer oder Winter. Die Nutzung von Erdwärme ist sowohl wirtschaftlich als auch umweltfreundlich. Im Vergleich zu anderen Heizsystemen ist der Ausstoss von Kohlendioxid um rund 30 % geringer, ausserdem können die laufenden Heizkosten um bis zu 75 % gesenkt werden.
Darüber hinaus kann Erdwärme auch zum Kühlen verwendet werden, sodass mittels einer Erdwärmebohrung zusätzlich die Stromkosten für eine Klimaanlage gespart werden können. Das Erdwärmesonden- System soll für ²∕³ der notwendigen Heizenergie sorgen die restlichen ¹∕³ kommen über das Stromnetz. Eine solche Anlage funktioniert nach folgendem Prinzip: Ein Wasser-Glykolgemisch wird ins Erdreich gepumpt, nimmt dort die Temperatur auf, kommt zurück an einen Wärmetauscher und heizt darin ein Kühlmittel auf. Durch Kompression des Kühlmittels kann die Temperatur auf 40 bis 55 Grad Celsius steigen.
Wärme, die dann über einen zweiten Wärmetauscher – den Kondensator an die Heizanlage und das Brauchwassersystem abgegeben wird. So entsteht also ein komplett geschlossener Kreislauf. Mit einer Lebensdauer von mindestens 50 Jahren.
Auf zwei verschiedenen Bohrfeldern wurden im Gelände 68 Stück GEROtherm® Erdwärmesonden unterschiedlicher Typen mit Längen von 230 bis 280 m abgeteuft. Die spezielle geologische Beschaffenheit des Untergrundes erforderte druckfeste Erdwärmesonden für Bohrtiefen bis zu 280 m. 26 Stück GEROtherm® Flux Erdwärmesonden, die für tiefe Bohrungen entwickelt wurden und 42 Stück GEROtherm® PN20 Erdwärmesonden sind für dieses Projekt abgeteuft worden. Die für Erdwärmesondenbohrungen spezialisierte Firma Geotherm AG war mit ausgesuchtem Bohrgerät vor Ort und hat die Bohrungen fachmännisch ausgeführt. Die kalten und windigen Wettertage mit zum Teil Schneefällen war eine weitere Herausforderung, die gut gemeistert wurde. Diese harten Bedingungen stellten an Mensch, Maschinen und Material höchste Anforderungen. Im Anschluss an die Abteufung wurden die Bohrlöcher mit einem hydraulischen Spezialbinder, der natürliche Rohstoffe wie Ton und Bentonit enthält, hinterfüllt. Jede Erdwärmesonde wurde mittels eines speziell für Erdwärmesonden-Anlagen entwickelten, digitalen Messgeräts für Druck- und Durchflussprüfungen (nach SIA 384 / 6) geprüft und protokolliert.
Mit den Erdwärmesonden GEROtherm® FLUX wird Energie gespart. Gleichzeitig können grössere Tiefen wirtschaftlich erschlossen werden. Zusätzlich wird die Sicherheit und Langlebigkeit der Erdwärmesonden erhöht. Verteilerschächte und SAVE Sammler und Verteiler, die individuell auf die technischen Bedürfnisse von Grossanlagen abgestimmt wurden, ergänzen die Anlage optimal. Die beiden Sondenfelder werden mit den Verbindungsleitungen zu zwei erdverlegten Kunststoffschächten geführt. In den Schächten eingebaut sind Vor- und Rücklaufverteiler aus Kunststoff, die speziell für diese Anlage massgefertigt wurden. Die Samler/Verteiler SAVE 250 mit 33 resp. 42 Anschlüssen d50 mm sind das Herz der Anlage. Diese sind ausgerüstet mit Kugel-Absperrhahnen aus Kunststoff, Füll- und Entleerhahn sowie regulierbaren Durchflussregulierventilen. So kann jede Erdsonde optimal in den Sondenverbund eingebunden werden und ihre beste Leistung erzielen.