4 500 000 Analysen – eine logistische Meisterleistung der besonderen Art

Mit hochprofessionellen Abläufen, einem digitalisierten Labor und einer detaillierten logistischen und organisatorischen Planung gelingt der Suisselab AG Erstaunliches: Sie sammelt und analysiert in regelmässigen Abständen die Milch von jeder Kuh aus der ganzen Schweiz.

Wer hätte gedacht, dass sich mitten in einem Wohngebiet, nur fünf Gehminuten vom Bahnhof Oberzollikofen entfernt, ein hochmodernes analytisches Kompetenzzentrum befindet? Sitzt man in der Cafeteria der Suisselab AG, kann man den freien Blick auf die Berner Alpen bei einem Cappuccino mit Milchschaum geniessen. Hier, an diesem ruhigen Ort, laufen täglich abertausende Milchproben übers hochdigitalisierte Fliessband. Untersucht wird die Milch auf Inhaltsstoffe (Fett, Eiweiss), ob es Keime darin hat und ob Hemmstoffe wie Antibiotika oder ein Reinigungsmittel zu finden sind. Ob eine Kuh trächtig ist, kann auf Wunsch ebenfalls herausgefunden werden – ebenso können Rückschlüsse auf die Fütterung gezogen werden.

«Den Bäuerinnen und Bauern wird so ein perfektes Herdenmanagement ermöglicht. Sie können Schwankungen im Gesundheitszustand der eigenen Kühe früh erkennen und die Produktion optimieren»

sagt Geschäftsführer Christian Beck.

«Wir bewerten die Analysedaten nicht. Unsere Aufgabe ist es, Daten zu sammeln und sie den Auftraggebenden – den drei grossen Schweizer Milchviehzuchtorganisationen, den Milchproduzent:innen und -verarbeitern, den Tierärzten und Behörden – zur Verfügung zu stellen.»

Auch wenn die Anspruchsgruppen unterschiedliche Ziele verfolgen, decken sich ihre Kerninteressen:

«Es geht um den Einklang von Tierwohl, Lebensmittelsicherheit und Wirtschaftlichkeit.»

Das Labor ist zudem in der veterinärmedizinischen Diagnostik tätig und führt im Auftrag des Bundes ein Monitoring der Tierseuchen in der Schweiz durch.

Ein perfektes Zusammenspiel
Was so einfach klingt, baut auf einem komplizierten logistischen und digitalisierten System auf: Zweimal pro Monat gelangen Stichproben von jedem milchliefernden Betrieb via LKW nach Zollikofen. Zudem werden rund 1300 Milchkontrolleur:innen monatlich aufgeboten, bei sämtlichen Milchproduzenten von allen 500 000 Milchkühen eine Einzelprobe zu fassen. Diese Proben gelangen via Post zu Suisselab oder werden über Nacht von den eigenen Fahrzeugen ins Labor transportiert. Nach der Analyse erfolgt eine intensive Datenprüfung und -freigabe, bevor diese dann via Zuchtverbände oder Treuhandstelle an die Empfänger übermittelt werden.

«Alle Mitarbeitenden sind mit grosser Begeisterung bei der Sache, das ist toll»

freut sich Christian Beck. Der Betriebswirtschafter stiess 2020 zu Suisselab. Seither ist viel passiert, wobei etwas bleibt:

«Die Resultate aus unseren Analysen zeigen, weshalb wir bei Suisselab AG den grössten Respekt vor Schweizer Bäuerinnen und Bauern und ihrem hervorragenden Produkt, der Schweizer Milch, haben.»


Suisselab AG
Schützenstrasse 10
3052 Zollikofen
Tel +41 31 919 33 66
info@suisselab.ch
www.suisselab.ch

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