«Einer Legende nach wohnt im Kaffee ein mächtiger Naturgeist. Der ist wie ein lieber Freund: Er sitzt bei Dir, tröstet Dich und ist für Dich da»
erzählt Willy Zemp. Er bringt so einen sozialen Faktor, der dieses Getränk mitausmacht, auf den Punkt:
«‹Wottsch es Kafi?›, schafft im Alltag Nähe und Verbindung»
so Zemp, der sich seit über zwanzig Jahren professionell mit Kaffee auseinandersetzt und zum schweizweit einzigen international zertifizierten Kaffeesommelier avanciert. Mit seiner Firma will er seinen Kund:innen seine Passion näherbringen, denn
«Kaffee ist für mich kein Produkt, sondern ein Kulturgut – komplexer noch als Wein.»
Haben Sie z. B. gewusst, dass es über 100 verschiedene einschlägige Kaffee-Baumarten und zehntausende Varietäten gibt? Wie der Kaffee schmeckt, ist zusätzlich vom Boden abhängig:
«Ist er eisenhaltig, gibt das andere Noten als bei hohem Humusgehalt. Und je nach dem, wie die Bohnen geröstet oder aufbereitet werden, verändern sich die Aromen.»
Diese Vielfalt spiegelt sich im Angebot von Willy Zemp. Allesamt von ihm kuratierte Raritäten, die Zemp anbieten kann weil er einen engen Kontakt mit den Produzenten pflegt. Nur so ist ein «Indian Ganesha» überhaupt möglich: eine Assemblage aus fruchtigem Arabica vom Himalaya und kräftigem Old Paradenia Canephora.
«Letzterer stammt von den Baba Budan Giri-Hügeln: dem ersten Ort Indiens an dem Kaffee angebaut wurde.»
Oder ein Juwel aus limitierter Ernte …
… ein Rosé-Kaffee aus El Salvador – der Bourbon Rosado ist eine Pink reifende Kaffeekirsche:
«Der lehmhaltige Boden verstärkt sein fruchtiges Aroma. Er hat etwas von einem Blauburgunder mit einer Himbeernote.»
Alle Zemp-Raritäten entstehen übrigens inhouse: Die getrockneten Bohnen werden in Säcken angeliefert und dann mehrere Monate in Holzfässern gelagert, bevor sie von Zemp geröstet werden – in einer eigens für ihn hergestellte Maschine. Apropos Maschine: Damit sich eine Zemp-Rarität richtig entfalten kann, ist eine gute Kaffeemaschine von Vorteil. Diese mag etwas mehr kosten als eine Kapselmaschine. Aber sie hält ewig:
«Das älteste von uns gewartete Gerät stammt von 1973!»
In Kursen mit Blinddegustation bringt Willy Zemp Interessierten seine Passion mit Geschichten, spannenden Fakten und Zubereitungsarten näher. So serviert er z. B. Filterkaffee im Weinglas – ein einmaliges Geschmackserlebnis. Auch Infos zum nachhaltigem Anbau fehlen nicht. Und hier wären wir wieder beim Naturgeist:
«Er ist Dein Freund. Und mit Freunden bzw. den Pflanzen geht man sorgsam um. Damit der Naturgeist später auch für Dich da ist und Freude spendet, wenn Du eine Tasse Kaffee trinkst.»
Entlebucherstr. 1
6112 Doppleschwand
Tel +41 78 343 60 11
kaffee@willyzemp.ch
www.willyzemp.ch